| Kein Geld für Schulen? |
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| Mittwoch, 10. Januar 2007 | |
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Mit einem Brief richtet sich der Verband Deutscher Privatschulen Baden-Württemberg an alle Politikerinnen und Politiker des Landtags: Der Doppelhaushalt 2007/2008 sieht vor, die ohnehin unzureichenden Finanzhilfen für die über 50 Ergänzungsschulen des Landes um 5 % - das entspricht 50.000 € - zu kürzen. Diese Schulen bieten eine schulische Berufsausbildung an und sind gerade in Zeiten mangelnder Ausbildungsplätze eine sinnvolle Alternative. Nach Einschätzung des Verbandes besuchen ca. 3.000 Schülerinnen und Schüler eine Ergänzungsschule im Land – sie werden von ca. 300 fest angestellten Lehrkräften und einer großen Anzahl Honorarmitarbeitern unterrichtet. „Die Kürzung der Zuschüsse ist angesichts des Ausbildungsplatzmangels und der zunehmenden Anforderungen der Wirtschaft das falsche Signal,“ stellt Dr. Alexander Hummler, Leiter des Verbandsarbeitskreises Ergänzungsschulen und stv. Vorstand des Kolping-Bildungswerkes Württemberg e.V., fest. „Gerade an den Ergänzungsschulen werden Jugendliche optimal auf den Berufsalltag vorbereitet – hier werden innovative Konzepte und Strategien entwickelt, lange bevor die staatlichen Schulen so weit sind. In der Regel finden alle Absolventen der Ergänzungsschulen einen festen Arbeitsplatz; allein dies sollte für Baden-Württemberg Grund genug sein, diese Schulen adäquat zu unterstützen.“ Der VDP fordert schon seit langem eine interessengerechte Finanzierung dieser Schulen. Die Kürzung der Zuschüsse wird durch ein höheres Schulgeld auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ausgetragen oder führt zur ersatzlosen Streichung von Ausbildungsangeboten. Damit setzt sich das Land in Widerspruch zur Koalitionsvereinbarung, in der noch eine hervorragende Berufausbildung als Ziel genannt wurde. Ergänzungsschulen sind Bildungseinrichtungen, die sich besonders eng an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientieren und mit ihrem Lehrangebot an den aktuellen Entwicklungen von Wirtschaft und Technik ausgerichtet sind. Sie führen zu staatlich anerkannten Berufsabschlüssen, die dualen Ausbildungsgängen entsprechen und können auch eine auf dem Arbeitsmarkt angesehene Alternative zum Hochschulstudium bieten. Schulen für Kosmetik, Schauspiel und Mode- oder Grafik-Design werden hier ebenso angetroffen wie Ausbildungen für sozialpädagogische Berufe, Dolmetscher und Fremdsprachenkorrespondenten – das Spektrum ist sehr groß. Verantwortlich: Yvonne Görmar, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit |

