| Ein Fischexperte zu Besuch im Pädagogium Baden-Baden |
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| Von David Stoll | |
| Donnerstag, 9. Juli 2009 | |
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Der weite Weg vom Meer auf den Teller Er schmeckt lecker und ist gesund: Fisch in all seinen Arten und Zubereitungsformen, vom kompletten Meerestier mit Kopf und Flossen bis hin zum Fischstäbchen, ist beliebter denn je. Doch wie gelangt der Fisch aus den oft Tausende Kilometer entfernten Fanggründen zu uns, wie wird er gefangen und haltbar gemacht für die lange Reise? Welche Probleme bringt der steigende Fischkonsum mit sich? Das und vieles mehr erfuhren Sechstklässler der Realschule am Pädagogium jetzt aus erster Hand: Ein Fischexperte von der Deutschen See war an der Baden-Badener Privatschule zu Gast und sorgte für eine informative und kurzweilige Unterrichtsstunde.
Der Experte, Vater eines Päda-Schülers, fischt zwar nicht selbst, sondern verkauft die Fische „nur" an Restaurants in Baden-Baden und Umgebung. Dennoch konnte er den interessierten Jungen und Mädchen viel über die verschiedenen Fangmethoden erzählen, zum Beispiel das Fischen mit Ringwaden, Schleppnetzen oder Reusen. Er erklärte, welche Fangmethoden problematisch sind, etwa, weil der Beifang sehr hoch ist oder der Meeresboden geschädigt wird. Und die Schülerinnen und Schüler erfuhren auch, auf welche Weise man Fische auf gar keinen Fall fangen sollte, nämlich mit Strom oder Dynamit, da hiermit alle Lebewesen im Umkreis getötet werden. Anhand verschiedener Netze, die der Besucher mitgebracht hatte, konnte er die einzelnen Methoden sehr anschaulich demonstrieren.
Der Fischexperte Harald Mensing erläuterte den Sechstklässlern anhand verschiedener Netze die unterschiedlichen Fangmethoden und ihre Vor- und Nachteile.
Wie es kommt, dass Fisch auch Monate nach dem Fang auf hoher See noch frisch und genießbar ist, konnte der Experte ebenfalls erklären: Die Fische werden direkt auf dem Schiff verarbeitet und bei bis zu - 24 Grad Celsius schockgefrostet. Tiefgekühlt erreichen sie auch nach einer langen Reise in einwandfreiem Zustand ihren Bestimmungsort, von wo sie dann an die Geschäfte geliefert werden und schließlich, manchmal wieder erst Monate später, auf unseren Tellern landen. Auch die negativen Seiten des Fischfangs wie zunehmender Parasitenbefall oder Überfischung kamen bei dem Vortrag im Rahmen des EWG (Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde) - Unterrichts zur Sprache. Zusätzlich ausgestattet mit einer Broschüre, die der Fischexperte verteilt hat, wissen die Schülerinnen und Schüler nun auch, worauf beim Fischkauf zu achten ist, damit die Fischbestände und eine intakte Umwelt unter Wasser auch in Zukunft erhalten bleiben.
Pädagogium Baden-Baden |

