| Frederickstag im Pädagogium |
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| Von David Stoll | |
| Dienstag, 27. Oktober 2009 | |
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Kinder lesen Bücher - und hören den Autor Günther Bentele live. Highlight des Literaturprojekts der 6. Klassen im Pädagogium: Der Jugendbuchautor Günther Bentele kam in die Schule! Sichtlich genossen es die 79 Sechstklässler des Pädagogiums einen echten Schriftsteller live zu erleben. Günther Bentele, Autor zahlreicher Jugendbücher, las vor den gespannt lauschenden Kids aus seinem Bestseller „Schwarzer Valentinstag" über Christoph, einen reichen Kaufmannssohn aus dem 14. Jahrhundert, der zusammen mit seinem verleumdeten und ehrlos gewordenen Vater aus der Heimatstadt vertrieben wird. Bei dem Versuch, den inzwischen an den Folgen der Folter Verstorbenen zu rehabilitieren, gerät der Fünfzehnjährige selbst in höchste Lebensgefahr...
Immer wieder gab es Applaus nach besonders fesselnden, bis
ins Innerste der Seele dringenden Schilderungen. Die Kommentare der Kids zum Vortrag: „Sie haben
so gut gelesen!" „So ein spannender
Anfang!" „Die Geschichte wirkt so echt,
als ob sie wirklich passiert wäre." „Sie haben so toll formuliert." Über dieses
Lob freute sich Bentele sehr, der sich auch geduldig den Fragen seiner Zuhörer
stellte:
„Seit wann schreiben Sie Bücher?" „Woran arbeiten Sie gerade?" „Was muss man tun, um ein Buch zu schreiben?" Und schließlich gab er wertvolle Tipps fürs Aufsatzschreiben: „Zuerst muss man sich alles genau vorstellen, bevor man schreibt. Dann ist die Wortwahl ganz wichtig. Überlegt, welche Wörter etwas anschaulich machen, z.B. klirren, knarren, plätschern. Und schließlich gibt es Tricks, Spannung zu erzeugen, indem man z.B. etwas Wichtiges zunächst verschweigt oder etwas geschehen lässt, von dem der Leser unbedingt wissen will, wie es ausgeht."
Zum Schluss las Bentele aus der hitzigen Diskussion der -. selbst verfolgten - jüdischen Familie, ob sie dem von seinem Mörder bedrohten Christoph Schutz gewähren sollen oder nicht. Die meisten sind energisch dagegen. Doch der alte Abraham überzeugt schließlich alle, und sein Beitrag sei der eigentliche Grund gewesen, weshalb Bentele gerade dieses Buch geschrieben hat: „Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt." Dieser Talmudspruch beeindruckte auch die elf- bis zwölfjährigen Zuhörer. Schade, dass die Lesung vorbei war! Die Zeit war wie im Flug vergangen. Sehr erfreut waren die Kinder, dass die Lesung durch VEFA, die Vereinigung der Eltern, Freunde und Altschüler des Pädagogiums bezuschusst war. |

