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Fit für den Arbeitsmarkt von morgen: Berufsbildende Schulen in freier Trägerschaft Drucken E-Mail
Mittwoch, 15. März 2006

In der beruflichen Bildung Baden-Württembergs spielen die berufsbildenden Schulen eine wichtige Rolle: Sie vermitteln Qualifikationen nicht nur als Partner im dualen System, sondern auch zur Berufsvorbereitung und im Rahmen vollschulischer Berufsausbildungen.

Wichtiger Partner im Ausbildungssystem: Die Privatschulen

Die Vermittlung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten geschieht nicht nur in staatlichen Schulen, sondern ebenso in privaten Bildungseinrichtungen. Privatschulen haben in unserer Gesellschaft einen wichtigen Auftrag. Gemäß Grundgesetz und Landesverfassung sollen sie das Schulwesen ergänzen und bereichern. Auch im berufsbildenden Bereich stellen die Privatschulen eine solche Bereicherung dar. Neben der dualen Ausbildung leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Berufsreife von jungen Menschen.

Die Bedeutung der schulischen Berufsausbildung nimmt ständig zu: In Handel, Handwerk und Industrie sinkt die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze kontinuierlich. Jugendliche haben dank der privaten berufsbildenden Schulen die Möglichkeit, trotz unzureichenden Ausbildungsplätzen einen Berufsabschluss zu machen.

Gerade die Privatschulen orientieren sich schnell und flexibel an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und richten ihr Angebot an den aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft aus. So haben sie in den vergangenen Jahrzehnten eine beispielhafte Rolle als Motor des öffentlichen Schulwesens gespielt. Auch Jugendliche, die aus einer herkömmlichen Schullaufbahn ausgebrochen sind, bekommen in privaten berufsbildenden Schulen mit ihren individuellen Fördermöglichkeiten und innovativen Konzepten ihre Chance. Dabei stellen diese Schulen keineswegs eine einheitliche Gruppe dar: An Schulformen finden wir neben den Berufskollegs und Berufsfachschulen die Akademien und Sprachschulen. Noch bunter wird das Bild, wenn man einen Blick auf die angebotenen Ausbildungen wirft – von Altenpflege bis Verwaltung findet sich eine Fülle verschiedener Berufsbilder, besonders attraktiv sind die Ausbildungsgänge zu den technischen Assistentenberufen.

Bezeichnend für alle Privatschulen ist, dass sie eine optimale Vorbereitung auf das Berufsleben gewährleisten und über die staatlichen Lehrpläne hinaus Zusatzangebote anbieten wie Förderkurse, Arbeitsgemeinschaften zur Vertiefung der Kenntnisse oder zum Ausgleich (wie Theater oder Sport), Aufenthalte im Ausland oder im Schullandheim, die Vermittlung von Praktikumplätzen oder zusätzliche Vorlesungen zu aktuellen Themen.

“ Mit Brief und Siegel” – anerkannte Abschlüsse

Die Berufsabschlüsse sind zum größten Teil nach Landesrecht staatlich anerkannt oder genehmigt; für andere Abschlüsse, vor allem im medizinischen Bereich, gibt es bundesweite Regelungen und wieder andere enden mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handels- oder Handwerkskammer. Über die konkreten Voraussetzungen, Ausbildungspläne und Abschlüsse informiert die ausgewählte Privatschule selbst oder der Verband Deutscher Privatschulen (VDP) Landesverband Baden-Württemberg, der unter der Nummer 0711-2361617 gerne für Sie da ist und den Sie im Internet unter www.vdp-bw.de finden.

Finanzielle Aspekte

Privatschulen müssen nicht per se “ teuer” sein: Viele berufsbildende Schulen erheben kein Schulgeld für ihre Ausbildungsleistungen – andere bieten Stipendien an oder ein zinsloses Darlehen. Genaueres zum Schulgeld weiß die Schule – über die Möglichkeiten der steuerlichen Absetzung des Schulgeldes informiert das Finanzamt oder die steuerberatenden Berufe. Trotz des bescheidenen Schulgeldes ist der Besuch einer berufsbildenden Privatschule auch wirtschaftlich vorteilhaft: Die kürzere Ausbildungszeit und der frühere Eintritt in das Berufsleben gleichen den Unterschied nicht nur aus! Ausgeglichen ist die Bilanz schließlich auch für Vater Staat – private Schulen sparen ihm viel Geld und steigern dabei noch das Innovationspotenzial.