| „Das staatliche Schulwesen braucht die Privatschulen als Partner“ |
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| Von Yvonne Görmar | |
| Montag, 21. November 2005 | |
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Georg Wacker, MdL, als Gastredner beim Verband Deutscher Privatschulen Stuttgart. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Privatschulen, Landesverband Baden-Württemberg, stand ganz unter den Vorzeichen kommender Veränderungen. Am 27. Oktober 2005 trafen sich die Mitglieder in der International School of Stuttgart. Schulträger von allgemein- und berufsbildenden Schulen, von Ergänzungs- und Gesundheitsschulen konnten so die ganz besondere Atmosphäre einer internationalen Schule kennen lernen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Novelle des Privatschulgesetzes. Georg Wacker, CDU, Mitglied der Landtags und bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, gab eine Darstellung des derzeitigen Standes des Verfahrens. Privatschulen führen kein Randdasein mehr, so Wacker, sie sind ganz im Gegenteil ein wichtiger Partner für das staatliche Schulwesen. Ihre gesteigerte Bedeutung sei mittlerweile auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politiker verankert. Wacker führte aus, dass dies auch an den Schülerzahlen deutlich werde: In den letzten Jahren konnten die Schulen in freier Trägerschaft einen sehr starken Zulauf verzeichnen – die Schülerzahlen wuchsen wesentlich stärker als an staatlichen Schulen. In dieser spannenden Phase für die Privatschullandschaft war es an der Zeit, die Finanzierung der Privatschulen auf eine veränderte Grundlage zu stellen: Ein neues Berechnungsmodell, das der Verband Deutscher Privatschulen entscheidend mitentwickelt hat, wurde in das Verfahren einbezogen – hier könne für mehr Gerechtigkeit gesorgt werden, meinte Wacker. Das Land kann von den privaten Schulen viel lernen für die staatliche Bildungsarbeit, betonte der Politiker. Gerade bei der Ganztagesbetreuung haben die freien Schulen schon vor Jahren die Vorreiter-Rolle übernommen und verfügen über vielfältige wertvolle Erfahrungen. Aber auch auf dem Gebiet der Qualitätsentwicklung können die staatlichen Schulen von den Freien einiges abschauen – bei der beruflichen Bildung zeichnen sich die privaten Schulen schon immer durch eine besondere Flexibilität und Innovationsfreude aus, ergänzte er. Weiterhin stellte Wacker kurz das neue Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg vor. Hier werden mit Landesmitteln gezielt die Schulen unterstützt, die eine Ganztagesbetreuung anbieten. Änderungen gibt es nicht nur auf Gesetzesebene: Dr. Klaus Vogt, langjähriger Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes, hat zum 1. November 2005 seine neue Aufgabe als Wirtschaftsförderer der Stadt Stuttgart begonnen. Sein Nachfolger, Rechtsanwalt Mathias Hörnisch, wird die gute und bewährte Arbeit Vogts fortsetzen und auch neue Akzente in der Verbandsarbeit setzen. |

